Aktuelles zur Hygiene finden Sie unterhalb dieser Tabelle.
Viele unterschiedliche Systeme zur Verarbeitung von organischen Abfällen in wertvolle Produkte sind im Einsatz.
| Biologischer Prozess | Verfahren | Branche | Hygienisierung von Haushaltabfällen bei sauberem Prozess | Eignung |
| Kompostierung: Abbau und Umbau von organischer Substand durch Mikroorganismen, die Sauerstoff atmen | | | | |
| Feldrandkompostierung | Landwirtschaft | Im Grundsatz ok, Verschleppungsgefahr durch Tiere | Grünabfälle, keine Speiseabfälle |
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| Offene Mietenkompostierung | Gewerbe | Ok | Grünabfälle |
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| Hallenkompostierung | Gewerbe | Ok | Grünabfälle und feste Abfälle aus Küchen |
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| Vergärung: Abbau und Umbau von organischer Substand durch Mikroorganismen, deren Stoffwechsel ohne Sauerstoff funktioniert. | Co-Vergärung | Meist Landwirtschaft | Nur ok, wenn separate Hygienisierung nachgeschaltet wird | Pumpbare Abfälle |
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| Feststoff-Vergärung | Gewerbe/Industrie | Ok | Alle organischen Abfälle |
Gleiche Schritte in allen Verfahren:
Wägung, Kontrolle, Zerkleinerung und Mischung der angelieferten Abfälle
Lagerung, Weiterbehandlung / Pflege der fertigen Produkte.
Zwischen Input und Output unterscheiden sich die Verfahren im Grundsatz und zudem je nach Anlagenlieferant.
Für den VKS, für die Kundschaft, für die Bevölkerung insgesamt, ist absolut entscheidend, dass die hergestellten Produkte hygienisch einwandfrei sind. Weil diese Haltung nicht von allen massgebenden Stellen geteilt wird, weil einige Mitbewerber diesen Aspekt als irrelevant betrachten, sind hier einige klare Worte nötig:
Ein Kompostierungsverfahren, das gewährleistet, dass unerwünschte Organismen durch die Hitze des Abbauprozesses zuverlässig abgetötet werden, garantiert wertvolle Produkte für die Kundschaft. Gleiches tut ein Vergärungsverfahren, das bei genügend hoher Temperatur abläuft und bei dem sichergestellt ist, dass die eingebrachten Abfälle genügend lang im Prozess verbleiben.
Ist dies nicht garantiert, dann ist praktisch sicher, dass schädliche Organismen verbreitet werden.
Diese sind naturgemäss nicht harmlos. So werden Krankheitserreger verbreitet, die Pflanzen, Tiere und Menschen gefährden können. Unkrautsamen und Samen von unerwünschten eingewanderten Pflanzen führen zu teuren und ökologisch belastenden Sanierungen von Gärten, Pärken und Feldern.
Bestehen Sie als Kundin, als Kunde daher auf einer Garantie Ihres Lieferanten, dass die Produkte, die Sie kaufen, einwandfrei hygienisiert sind und lassen Sie sich nicht von Ausreden oder Hinweise auf angeblich behördlich abgesegnete Listen abspeisen. Bestehen Sie auf der Einhaltung der Hygieneregeln betreffend tierische Nebenprodukte und/oder der Düngerbuchverordnung.
Entscheidende Aussagen zur Hygiene finden sich in der Hygienestudie 2010 der Hochschule Wädenswil und der Qualitätsrichtlinie 2010 der Grüngutverbände.